{"id":9,"date":"2025-04-29T22:08:38","date_gmt":"2025-04-29T19:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/studis.bergbau-seelitz.de\/?page_id=9"},"modified":"2025-08-20T14:55:46","modified_gmt":"2025-08-20T12:55:46","slug":"der-alte-st-johannes-stolln","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/?page_id=9","title":{"rendered":"Der alte &#8222;St. Johannes Stolln&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-234\" style=\"aspect-ratio:16\/9;object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898-300x225.jpg 300w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898-768x576.jpg 768w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/P1110898.jpg 1632w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Mundloch und Kaue des alten St. Johannes Stollns nach der Sanierung 2011<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im August 2009 begannen die ersten Freilegungsarbeiten an der \u00d6ffnung des alten Stollens am Vogelsang. Seit dem wurden in tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit weitere Teile freigelegt und abgesichert. Durch F\u00f6rdermittel der Gemeinde wurde auch eine umfassende Sanierung des Mundlochs mit regionalem Bruchstein sowie die Errichtung eine Kaue als Unterstand erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"672\" src=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-804\" srcset=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.jpeg 1008w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-300x200.jpeg 300w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Malachit (Kupfererz) auf Baryt (Schwerspat), Halde am Vogelsang<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>In der Montangeschichte der Rochlitzer Gegend stellt die Grube am Vogelsang den wichtigsten Abbauort dar; sie wurde auf silberhaltige Kupfererze gebaut und immer wieder aufgenommen. Der Flurname \u201eVogelsang\u201c r\u00fchrt von einem mittelalterlichen Fangplatz f\u00fcr Singv\u00f6gel her.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die erste Erw\u00e4hnung erfolgte wohl durch eine Urkunde aus dem Jahr 1468. In den Jahren 1504 bis 1512 war der Vater von Johannes Mathesius starker Gewerke der Grube und soll, so wird erz\u00e4hlt, sein ganzes Verm\u00f6gen dort verloren haben, w\u00e4hrend Johannes die B\u00fccher der Grube schrieb. Damals stand auf der Rochlitzer Muldeninsel, die seiner Zeit \u201eWehrdicht\u201c hie\u00df, eine Schmelzh\u00fctte am Ort&nbsp;der dann 1834 erbauten, inzwischen auch abgerissenen Spinnerei.&nbsp;Dort wurden die Seelitzer Erze aufbereitet. Das Bodenst\u00fcck eines Schmelztiegels von dort soll sp\u00e4ter an der ehemaligen Reitbahn (jetzt Sportplatz) gefunden worden sein und heute im Museum der Stadt liegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"270\" src=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-805\" srcset=\"https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1.jpeg 1008w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1-300x80.jpeg 300w, https:\/\/bergbau-seelitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1-768x206.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Ausschnitt aus der Vorrede zur \u201eBergpostilla oder Sarepta\u201c, Johannes Mathesius, 1562<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem 16. Jahrhundert sollen einige Rechnungen des Rochlitzer Amtes belegen, dass f\u00fcr die Grube \u201eam Vogelsang\u201c Material gekauft wurde. 1556 haben laut Petrus Albinus (\u201eMei\u00dfnische Bergchronik\u201c) Rochlitzer B\u00fcrger das Bergwerk wieder aufgenommen, f\u00fcr etliche hundert Gulden eine Wasserkunst einbauen lassen, etliche tausend Gulden im Stolln verbaut, jedoch nicht ausreichend Erz gefunden, so dass die Grube wieder \u201eins Freie fiel\u201c. Um 1564 schlie\u00dft sich die Akte offenbar und das Bergwerk blieb hunderte Jahre offen, man hat danach nur noch lokal in den Strecken gesch\u00fcrft und dabei die R\u00f6sche teilweise versetzt. Um 1904 lie\u00df Herr Annacker aus Chemnitz in Biesern und Seelitz Grundst\u00fccke f\u00fcr seine geplante Sandgrube aufkaufen, darunter auch das \u201eVogelsang\u201c-Gel\u00e4nde von Gutsbesitzer Spreer. Laut Prof. W. C. Pfau wurden dann die Halden eingeebnet und das Mundloch endg\u00fcltig verschlossen. Er fand dort noch Bruchst\u00fccke von t\u00f6nernen Froschlampen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem 18. Jahrhundert liegen umfangreiche Bergakten vor, die eine \u201eSt. Johannes Fundgrube bzw. Stolln\u201c erw\u00e4hnen. Beim Studium stellten wir dann fest, dass es sich hier um ein anderes Flurst\u00fcck handelt und der Name offenbar am fr\u00fcheren \u201eHeilig Kreuz Stolln\u201c zur Anwendung kam. Am Vogelsang hingegen wurden die Grube mit \u00fcberwiegend 1552 datierten Holzeinbauten nicht nochmals \u00fcberpr\u00e4gt. Das letzte Kapitel schlug die WISMUT nach dem 2. Weltkrieg auf, deren Beauftragte jedoch von Seelitzer B\u00fcrgern mit dem Hinweis weggeschickt wurden, hier h\u00e4tte es nie Bergbau gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mundloch und Kaue des alten St. Johannes Stollns nach der Sanierung 2011 Im August 2009 begannen die ersten Freilegungsarbeiten an der \u00d6ffnung des alten Stollens am Vogelsang. 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